Es ist traumhaft. Wir sind mittlerweile den 5. Tag in Auckland.
Der
Fruehling in Neuseeland hat uns direkt vom Flughafen aus begrueßt. Hier
bluehen tausende bunte Blumen, alles ist gruen und die Voegel singen.
Komisch, vor ein paar Tagen hab ich noch Baeume gesehen, die ihre
Blaetter verlieren, bzw. einfaerben. Hannah und Howard, unsere
Gasteltern, wohnen in Swanson, westlich von Auckland, umgeben von
Regenwald und mit einem traumhaften Blick auf die Stadt.
Hier
singt staendig und laut ein Vogel namens Tui und es gibt, zu meiner
Freude keine Schlangen und (zu meinem Entsetzen) unheimlich viele
Spinnen.
In Auckland selbst waren wir
erst zweimal. Erster Eindruck ist eine laute und volle Großstadt wie
jede andere auch, aber eben gerade wieder nicht. Auckland ist die Stadt
mit den drittmeisten Autos pro Einwohner, weltweit gesehen. Dies macht
es umso noetiger sich an den Linksverkehr zu gewoehnen. Erst rechts
schauen, dann links, bevor man ueber die Straße geht. Außer an den
Ampeln selbstverstaendlich, die mir allerdings auch ein Raetsel sind.
Bei gruen gibt es ein extrem lautes und penetrantes Signalgeraeusch –
optimal fuer Blinde und aeltere Menschen. Allerdings ist mir unklar,
wie diese bei einer Gruenphase von 5 Sekunden ueber die Straße kommen
sollen.
Die Menschen sind sehr
freundlich und offen, gerade gegenueber uns Fremden. Einziges Problem
ist die Sprache. Es ist schwer jemanden zu verstehen, der eingeboren in
Neuseeland ist. Wahrscheinlich ungefaehr mit dem Verstaendnis zu
vergleichen, was ein Fremder bei einem richtigen Sachsen hat. Hanna
meinte, wir werden drei Monate brauchen, um uns ohne Probleme zu
verstehen.
Gestern waren wir auf
Wohnungssuche und haben eine kleine traumhafte WG in Avondale entdeckt.
Fuer 160 NZ$ per week haben wir ein großes Zimmer mit Balkon. Kueche
und Bad nutzen wir mit einem anderen Paar.
Außerdem
waren wir gestern am Karekare Beach, eine halbe Stunde von Swanson
entfernt. Unser erster, und wahrscheinlich auch ein unvergessener Blick
auf den Pazifik.
Ein Sandstrand,
umgeben von Felsen, der aussah, als haette ihn noch nie ein Mensch
zuvor betreten. Die Steine waren voller tiefroter Nacktschnecken,
schwarzer und roter Muscheln, in den Wasserlachen lagen sogenannte
sea-urchin`s, wie eine Art Seesterne, in den schillerndsten Farben und
wiedereinmal habe ich mit Bedauern festgestellt, dass ich noch viel zu
wenig über die Natur Neuseelands weiss. Aber dieses Defizit werde ich
aufholen.
Übrigens, wer sich genauer
für den Karekare Beach interessiert, sollte sich den „The Piano“ aus
der Videothek holen. Der oskarprämierte Film von Jane Campion wurde an
diesem Strand gedreht und gibt somit einen kleinen Einblick in die
unendlich schöne Natur Neuseelands.