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Die ersten Tage in Auckland (2.10.01)
von Claudia Engelmann

Es ist traumhaft. Wir sind mittlerweile den 5. Tag in Auckland.

Der Fruehling in Neuseeland hat uns direkt vom Flughafen aus begrueßt. Hier bluehen tausende bunte Blumen, alles ist gruen und die Voegel singen. Komisch, vor ein paar Tagen hab ich noch Baeume gesehen, die ihre Blaetter verlieren, bzw. einfaerben.
Hannah und Howard, unsere Gasteltern, wohnen in Swanson, westlich von Auckland, umgeben von Regenwald und mit einem traumhaften Blick auf die Stadt.

Hier singt staendig und laut ein Vogel namens Tui und es gibt, zu meiner Freude keine Schlangen und (zu meinem Entsetzen) unheimlich viele Spinnen.

In Auckland selbst waren wir erst zweimal. Erster Eindruck ist eine laute und volle Großstadt wie jede andere auch, aber eben gerade wieder nicht. Auckland ist die Stadt mit den drittmeisten Autos pro Einwohner, weltweit gesehen. Dies macht es umso noetiger sich an den Linksverkehr zu gewoehnen. Erst rechts schauen, dann links, bevor man ueber die Straße geht. Außer an den Ampeln selbstverstaendlich, die mir allerdings auch ein Raetsel sind. Bei gruen gibt es ein extrem lautes und penetrantes Signalgeraeusch – optimal fuer Blinde und aeltere Menschen. Allerdings ist mir unklar, wie diese bei einer Gruenphase von 5 Sekunden ueber die Straße kommen sollen.

Die Menschen sind sehr freundlich und offen, gerade gegenueber uns Fremden. Einziges Problem ist die Sprache. Es ist schwer jemanden zu verstehen, der eingeboren in Neuseeland ist. Wahrscheinlich ungefaehr mit dem Verstaendnis zu vergleichen, was ein Fremder bei einem richtigen Sachsen hat. Hanna meinte, wir werden drei Monate brauchen, um uns ohne Probleme zu verstehen.

Gestern waren wir auf Wohnungssuche und haben eine kleine traumhafte WG in Avondale entdeckt. Fuer 160 NZ$ per week haben wir ein großes Zimmer mit Balkon. Kueche und Bad nutzen wir mit einem anderen Paar.

Außerdem waren wir gestern am Karekare Beach, eine halbe Stunde von Swanson entfernt. Unser erster, und wahrscheinlich auch ein unvergessener Blick auf den Pazifik.

Ein Sandstrand, umgeben von Felsen, der aussah, als haette ihn noch nie ein Mensch zuvor betreten. Die Steine waren voller tiefroter Nacktschnecken, schwarzer und roter Muscheln, in den Wasserlachen lagen sogenannte sea-urchin`s, wie eine Art Seesterne, in den schillerndsten Farben und wiedereinmal habe ich mit Bedauern festgestellt, dass ich noch viel zu wenig über die Natur Neuseelands weiss. Aber dieses Defizit werde ich aufholen.

Übrigens, wer sich genauer für den Karekare Beach interessiert, sollte sich den „The Piano“ aus der Videothek holen. Der oskarprämierte Film von Jane Campion wurde an diesem Strand gedreht und gibt somit einen kleinen Einblick in die unendlich schöne Natur Neuseelands.

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