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Was gibt es wo zu kaufen in Neuseeland
von Peter Hohenberger
Es gibt in Neuseeland alles. Well, fast alles - aber dazu später. Da sich die Struktur des Landes völlig von Europa unterscheidet, wo man im Schnitt alle 25 km durch eine größere Stadt kommt in der man alles kaufen kann was das Herz begehrt, gibt es einige Unterschiede. Zwei Drittel der neuseeländischen Bevölkerung leben nördlich einer gedachten Linie von Cambridge, das ist 20 km südlich von Hamilton. Die meisten davon wiederum im Einzugsgebiet von Auckland und für diese Stadt gelten besondere Gesetze: es gibt dort einfach alles. Ja, sogar original italienischen Parmesan...

Zunächst einmal müssen wir festlegen, welche Kategorien von Waren für den Durchschnittsbürger wichtig sind:

Essen & Trinken
Kleidung
Einrichtung und Möbel
Baumärkte
Bücher, CD's usw.


Essen & Trinken
Es gibt in Neuseeland zwei große Lebensmittel-Versorger, die den Markt fast vollständig beherrschen: zum einen Foodstuff (Neuseeland) mit den großen Supermärkten von Pak 'n Save und in den kleineren Orten Four Square und zum anderen Progressive Enterprises (Australien) mit Big Fresh, Countdown, Foodtown und Woolworth. Das Netz der Supermärkte ist flächendeckend. Alle Supermärkte sind Franchiseunternehmen, das heißt, sie haben einen lokalen Besitzer. Ihre Waren beziehen sie vertraglich geregelt ausschließlich von den beiden genannten Versorgern. Die Läden sind je nach Größe der Orte gestaffelt, Sie werden also z. B. in einem sehr kleinen Ort selten Pak 'n Save oder Big Fresh finden, aber vermutlich einen Four Square. Allerdings gibt es eine neuseeländische Besonderheit: in manchen Gebieten, in denen keine größeren Orte sind aber relativ viele Menschen leben, ist der größte Ort dort immer ein. service town mit allen nur denkbaren Einrichtungen (Banken, Anwälte, Ärzte, Krankenhaus, Autohäuser, Werkstätten) und Läden, die eigentlich für den Ort an sich viel zu groß sind. Da die Käufer aber aus weitem Umkreis anfahren, weil es sonst in dieser Gegend nichts weiter gibt, rentieren sich diese Läden für die großen Ketten ohne Probleme. Ein schönes Beispiel dafür ist der kleine Ort Kaitaia hoch oben im Far North, wo überraschenderweise ein riesiger Pak 'n Save zu finden ist. Die Käufer kommen bis zu 150 km weit her, um günstig einkaufen zu können.

Die Artikel in den einzelnen Ketten sind identisch, oft sieht man sogar die gleiche Artikelnummer auf dem Etikett. Die Preise sind allerdings je nach Größe des Supermarktes recht unterschiedlich, so kann z. B. eine Flasche Wein im Pak 'n Save 6 NZ$ kosten, im kleineren Four Square dagegen leicht 12 NZ$.

Außerdem gibt es in jedem noch so kleinen Ort die weltbekannten neuseeländischen dairie's, kleine Eckläden, die fast alle fest in der Hand von eingewanderten Indern sind. Dort bekommt man außer Alkohol die gängigsten Artikel für den täglichen Bedarf. Der Name dairy kommt von der Milchindustrie und das ist es, was diese kleinen Läden früher waren: Geschäfte für Butter, Milch und Brot auch am Sonntag. Die neuseeländischen Tankstellen haben sich dieses Geschäft nicht entgehen lassen und bieten jetzt auch die gleichen Grundnahrungsmittel an, oft mit einer Warmtheke und teilweise mit frischgebackenem Brot.

Wein und Bier gibt es in jedem Supermarkt. Stärkere Sachen kauft man in den liquor stores, die nach einem Volksbegehren seit einigen Jahren auch am Sonntag Stoff verkaufen dürfen. Es gibt grundsätzlich nur zwei Ketten, welche den beiden größten Brauereikonzernen im Land gehören. Ist da jemand etwa überrascht?

Was kauft man nun wo am Besten? Es gibt grundsätzlich in allen Supermärkten alles - vom Streichholz bis zur leeren CD für den Computer, vom Ei bis zum Rinderfilet und von der Zahnbürste bis zum Verlängerungskabel. Die kleineren Läden auf dem Land haben meist auch eine Abteilung mit hardware, in der es vom Wasserhahn bis zum Schraubenzieher die wichtigsten Dinge für den Heimwerker gibt, ebenso Angelruten und Schwimmflossen, wenn der Ort am Meer liegt.

Bei Pak 'n Save kauft man den Grundbedarf ein, z. B. Waschmittel, Zucker, Mehl, Konserven, Toilettenpapier und so weiter. Es gibt dort sehr oft unschlagbare Sonderangebote, die wirklich sehr preisgünstig sind. Wein und Bier ist manchmal konkurrenzlos billig dort, aber - alas - es ist meist australischer Wein, neuseeländischer Wein ist nirgends billig. Bei Pak 'n Save gibt es keine kostenlosen Plastiktüten, sondern man muss seine Sachen in bereitliegende Kartons packen. Ansonsten kauft man sich welche für 10 Cent das Stück.

Von den anderen Supermärkten haben sich Big Fresh, Foodtown und Woolworth für frische Lebensmittel einen guten Ruf geschaffen, es gibt dort hervorragendes Fleisch und Gemüse - nicht dass es das in den anderen Läden nicht auch gäbe, aber hier ist die Auswahl eindeutig größer und alles ist besser präsentiert - dafür aber auch teurer.

Molkereiprodukte sind in Neuseeland überdurchschnittlich teuer, weil die Landwirtschaft hier nicht vom Staat subventioniert wird wie in Europa. Folge: Milch kostet pro Liter doppelt so viel wie Diesel. Neuseeländischer Käse ist in einer Vielzahl von Geschmacksrichtungen erhältlich und recht gewöhnungsbedürftig - aber wir arbeiten dran...

Geöffnet haben die großen Supermärkte in den großen Städten von 07:00 bis 23:00, in den kleineren Städten nicht so lange. Die kleineren wie Four Square schließen wesentlich früher, 09:00 bis 17:00 ist da eher der Normalfall. Dairie's haben offen, wenn der Inhaber es für angebracht hält, das ist eigentlich immer 7 Tage in der Woche und mindestens 12 Stunden. An den Tankstellen kann man zu den üblichen Geschäftszeiten einkaufen, es gibt welche, die 24 Stunden offen haben. In den größeren Städten setzen sich zur Zeit durchgehend geöffnete Läden in den Innenstädten durch, allerdings sind die Preise dort überdurchschnittlich hoch.

Kleidung
Es gibt zwar mehrere Ketten dafür, aber auch zahllose kleine und private Geschäfte. Am besten fährt man in die Innenstadt einer größeren Stadt und schaut sich dort um. Auf dem Land wird man außer saisontypischen Artikeln kaum größere Kleidungsgeschäfte finden. Die Mode unterscheidet sich nicht sonderlich von der europäischen, zweckmäßige Kleidung ist in Neuseeland jedoch immer in den vordersten Regalen zu finden. Die Preise sind mit denen in Europa vergleichbar.

Einrichtung und Möbel
Um es gleich vorwegzunehmen: das nächste IKEA-Kaufhaus ist in Sydney. Für eine Bevölkerung von 4 Millionen Menschen lohnt sich für die geschäftstüchtigen Schweden der Aufwand nicht, außerdem müsste dann ein Kaufhaus auf der Südinsel und eines auf der Nordinsel sein und in beiden Fällen hätte man selbst bei zentraler Lage im Extremfall ca. 400 km einfach zu fahren. Nur in den größeren Städten gibt es einigermaßen gut sortierte Mobelhäuser, wir haben aber auch einen IKEA-Verschnitt namens Freedom, eine Franchisekette aus Australien. Auf der Nordinsel gibt es noch einige Läden der Franchisekette Dansker Møbler, welche mit dänischen Möbeln absolut nichts zu tun hat. Auckland nimmt wieder einmal eine Sonderposition ein: dort gibt es in zahllosen Spezialgeschäften alles. Einfach alles: ob Designermöbel, italienische Möbel, Importware - Ihren innenarchitektonischen Vorstellungen sind in den Einrichtungshäusern droben in the big smoke keine Grenzen gesetzt.

Möbel sind in Neuseeland immer und überall sehr teuer, eine vernünftige Essgarnitur mit sechs Stühlen und einem stabilen Tisch ist kaum unter 5.000 NZ$ zu haben.

Für Elektrogeräte gibt es wieder mehrere Ketten, die sich darauf spezialisiert haben und vom Staubsauger bis zur italienischen Designerküche alles liefern, installieren und warten. Die bekannteste und überall vertretene Firma ist Noel Leeming, dort gibt es auch eine hervorragende Computerabteilung.

Baumärkte
Wie überall haben wir auch hier ein paar Ketten, die mit Franchiseläden den Markt abdecken. Da die Neuseeländer begeisterte Handwerker sind, gibt es überall in den größeren Städten die nötigen bits and pieces zu kaufen. Am bekanntesten ist Placemaker, dort gibt es einfach alles, von der Reißzwecke bis zum vorgefertigten Dachstuhl. Ebenso bekannt, aber immer etwas kleiner und irgendwie etwas verkramter sind die Läden von Mitre 10, aber dafür bekommt man dort auch ausgefallene Sachen. Ähnlich sind die Baumärkte von Benchmark. Außerdem gibt es natürlich noch zahllose kleinere Baumärkte die in privater Hand sind und nicht den großen Ketten angeschlossen. Die Preise dort sind etwas höher und es ist nicht immer alles vorrätig (aber alles kann innerhalb kürzester Zeit besorgt und geliefert werden), doch wenn man am Sonntagnachmittag dringend einen Sack Zement braucht, dann sind diese kleinen Läden oft der Retter in der Not. Die Preise sind mit denen in Europa vergleichbar. Bauholz ist vielleicht etwas billiger.

Bücher, CD's usw.
Wie überall auf der Welt gibt es auch in Neuseeland eine schier unübersehbare Flut von CD's - und eben so viele Läden, kleine und kleinste. Bücher kauft man am besten bei Whitcoull's, das ist - you got that right, mate - natürlich wieder eine Franchisekette. Es gibt noch Books & More, in diesen Läden finden Sie auch immer eine Niederlassung der Post. Auch hier sind die Preise wie in Europa. Neuerscheinungen werden inzwischen überall auf der Welt gleichzeitig veröffentlicht. Deutsche Bücher gibt es aber so gut wie nirgends, ebenso keine deutsche Zeitschriften - außer natürlich in Auckland.

Und was gibt es nicht in Neuseeland?
Rauhfasertapeten wird man vergebens suchen, ebenso Limburger Käse, wobei jedoch das eine mit dem anderen nichts zu tun hat, es fiel mir nur in dieser recht merkwürdigen Reihenfolge ein. Importierte Lebensmittel sind generell ein Problem in Neuseeland, weil die Einfuhrbehörden mit Argusaugen darüber wachen, dass nichts Unbehandeltes ins Land kommt. Italienischer Schinken und Wurstwaren ganz generell sind ein großes no no - aber nicht, wenn die Ware aus Australien kommt, verstehe einer die Bürokratie. Frotteebettwäsche fällt mir noch ein, aber dafür gibt es wie für viele andere etwas ausgefallenere Dinge inzwischen kleine private Importeure, die man suchen muss. Viele dieser begehrten und schwer erhältlichen Dinge kann man über die Kleinanzeigen in der deutschsprachigen Zeitung "Neuseeland News" oder deren Website
www.neuseeland-news.com finden, Suchen und Herumtelefonieren lohnt sich.

Ach ja, und außerdem:
Eines sollte unbedingt noch erwähnt werden: die Kaufhäuser von The Warehouse. Hier gibt es alles, was in den obigen Kategorien aufgeführt wurde, außer frischen Nahrungsmitteln. Diese Firma hat sich auf billige und billigste Importe und Parallelimporte spezialisiert. Steht jemand vor dem Problem, dass er sich eine einfache und billige Grundausrüstung für sein Haus kaufen muss, ist er beim Warehouse und seinen zahlreichen Niederlassungen überall in Neuseeland gut aufgehoben.

Neuseeland ist ein Land fast ohne Bargeld. Alle Geschäfte nehmen die sogenannte ETPOS-Karte an, eine Bankkarte, mit der das Geld bei Bezahlung sofort von einem Konto auf das andere wandert. Das Bezahlen mit größeren Geldscheinen ist ungebräuchlich, ja, fast schon verdächtig..

Es gibt in unserem Land eine Organisation, die sich Fly Buys nennt. Dort erhält man kostenlos eine Karte, die man in bestimmten Geschäften an der Kasse vorlegt und Punkte auf seinen Einkauf bekommt. Damit kann man dann irgendwann eine Belohnung anfordern, das kann eine Espressomaschine, ein Zeitungsabonnement oder ein Flug nach Queenstown sein - entsprechenden Umsatz natürlich vorausgesetzt.

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Der Autor: Der Neuseeländer Peter Hohenberger ist freischaffender Schriftsteller und war lange Zeit in Neuseeland als Touroperator tätig. Er lebt mit seiner Frau Rossi in Raglan by the Sea. www.go.to/NZ

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