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Umzug nach Neuseeland - aber wohin?

von Peter Hohenberger
Zunächst ein paar allgemeine Tatsachen:
Im Mai 2003 hat Neuseeland die Grenze von 4 Millionen Einwohnern überschritten. Zwei Drittel davon leben nördlich einer gedachten Linie von Te Awamutu, das ist ein kleiner Ort am südlichen Ende des Waikato Districts. Auf der Südinsel leben nur ca. 1 Mio. Menschen. Die größte und am schnellsten wachsende Stadt ist Auckland mit ca. 1,2 Mio. Menschen. Danach kommen Wellington (350.000), Christchurch (350.000) und Hamilton (170.000). Die Anzahl der Einwohner ist immer unter dem Aspekt zu betrachten, dass jede Stadt in Neuseeland einen sehr großen Einzugsbereich versorgt. Es gibt winzige Städte wie z. B. Kaitaia im Norden, das aber als sog. service town ein riesiges Gebiet bedient und deshalb eine für ein Städtchen dieser Größenordnung enorm umfangreiche Infrastruktur hat.

Es gibt Universitäten in Auckland, Hamilton, Palmerston North, Wellington, Christchurch und Dunedin.

Die Regierungshauptstadt ist Wellington.

Die wichtigsten Häfen sind in Auckland, Tauranga, Napier, Wellington, Nelson, Christchurch und Dunedin.

In Auckland konzentrieren sich Import/Export, alle high tech Jobs, Banken und Investment, Luftfahrt und weiterführende Bildung. Die meisten internationalen Flüge - auf jeden Fall die von Europa kommenden - landen auf dem Auckland International Airport.

Öffentliche und private Krankenhäuser gibt es in allen größeren Städten - je größer die Stadt, desto größer natürlich auch das Krankenhaus. In Auckland sind alle Krankenhäuser mit allen Fachrichtungen vorhanden. Das gleiche gilt im Prinzip auch für Schulen, öffentlich und privat.

Ausgesprochen landwirtschaftliche Gebiete sind der Waikato District (um Hamilton), Hawkes Bay (um Napier), Bay of Plenty (um Tauranga), Wairarapa (östlich Wellington), Taranaki (um New Plymouth), Nelson und Motueka sowie Canterbury (um Christchurch).

Bevorzugte Touristengebiete sind die Bay of Islands (um Paihia und Russell), die Coromandel Peninsula (Thames, Coromandel, Whitianga und Pauanui), die Thermalgebiete um Rotorua und Taupo, die Marlborough Sounds und der Abel Tasman NP, Queenstown und der Fjordland NP.

Neuseeland hat keine Schwerindustrie und damit auch kein industrielles Zentrum. Andererseits gibt es, teilweise auch in kleineren Orten, alle Arten von Jobs für hochqualifizierte technische Berufe, z. B. in der weiterverarbeitenden Kunststoff- und Metallindustrie. Handwerksberufe sind überall vertreten, ebenso Farmjobs aller Kategorien, von Experten zur Bodenuntersuchung bis zum Melker. Computertechnologie ist überall vorhanden, der Softwaremarkt konzentriert sich auf die großen Städte mit den Universitäten.

Das "neuseeländische Altersheim" ist Tauranga mit einem überdurchschnittlichen Anteil an älteren Bürgern.

Die Coromandel und das Gebiet um Nelson/Motueka sind bekannt für ihren überdurchschnittlich hohen Anteil an deutschen Einwanderern.

Einige geografische Besonderheiten:
Der Norden der Nordinsel ist subtropisch und es gibt dort keinen Winter, sondern eine wet season. Die Coromandel Peninsula ist hoffnungslos überlaufen (einige der teuersten Gegenden Neuseelands mit utopischen Grundstückspreisen sind dort) und wird regelmäßig von den immer aus dem Osten kommenden cyclons - tropischen Wirbelstürmen - mit starkem Regen und Überschwemmungen heimgesucht. Am wenigsten Infrastruktur ist um das East Cape der Nordinsel vorhanden. Wellington ist bekannt dafür, dass dort häufig ein unangenehmer Wind bläst, die Einheimischen nennen es nicht umsonst windy Wellington. Der Norden der Südinsel um Blenheim und Nelson leidet regelmäßig unter Dürreperioden und Wassermangel. Die West Coast und der Fjordland NP ist eines der regenreichsten Gegenden der Welt, jährliche Niederschlagsmengen von über 5 Metern (kein Druckfehler) sind keine Seltenheit. Das extreme Gegenstück dazu ist das nur von der Kette der Southern Alpes davon getrennte Central Otago, wo es im Sommer extrem trocken und heiß und im Winter extrem kalt wird, manchmal bis zu 30° Minus.

Quelle:
www.stats.govt.nz

Die Entscheidung, wo genau in Neuseeland nun jemand hinzieht, hängt natürlich zuallererst von den ganz persönlichen Vorstellungen des Betroffenen ab. Ein Surfer wird wohl kaum ein Haus in einem Skigebiet kaufen und jemand, der eine Gemüsefarm betreiben möchte, wird nicht in die trockenen, mit braunen Tussockbüscheln bewachsenen Hügel des Central Otago ziehen wollen.

Ausschlaggebend für die Wahl des künftigen Wohnortes sind eigentlich immer die gleichen Kriterien:

> Der Beruf
> Das Geld
> Die Familie
> Die Infrastruktur
> Die Lebensqualität



Der Beruf
Stellen für die hochqualifizierten Berufe findet man natürlich überwiegend in den großen Städten. Es ist also sehr unwahrscheinlich, dass ein erfahrener Investmentbanker eine Stelle z. B. in einem der winzigen Orte an der Westküste der Südinsel finden wird. Andererseits wird es ein Tourismusexperte sehr schwer haben, in beispielsweise New Plymouth Arbeit zu finden. Zwangsläufig steht die Verfügbarkeit von Berufen in engem Zusammenhang mit der Infrastruktur des jeweiligen Gebietes. Interesse an Architektur, Finanzen, Mode, Computertechnologie, Kultur, Musik? Als erste Antwort wird der Name Auckland fallen und dann eventuell noch ein paar andere Orte, die auch - "auch"! - entsprechende Möglichkeiten bieten. Landwirtschaft? Es kommt darauf an in welchem Bereich: Weinbau bedeutet entweder Hawkes Bay oder den Norden der Südinsel (obwohl auch um Queenstown in den letzten Jahren viele neue Weingüter entstanden sind). Obst und Gemüse? Da gibt es mehrere Möglichkeiten: Waikato, Wairarapa oder Nelson/Motueka - ganz abhängig wieder um von den spezifischen Eigenheiten dieser Gegenden. Arbeiten im Tourismus? Die Beherbergungsindustrie in Zentren wie Coromandel, Rotorua oder Queenstown hat immer Bedarf.

Das Geld
Dabei geht es zum Einen um das, was an Einkommen in der gewählten Gegend zu erzielen ist und zum Anderen, was das Leben dort kostet. Das steht natürlich in einem direkten Zusammenhang: in allen größeren Städten, wo eindeutig mehr verdient wird als auf dem Land, muss normalerweise mehr für den Lebensunterhalt aufgebracht werden - eine alte Weisheit. Aber es gibt natürlich große Unterschiede und krasse Unverhältnismäßigkeiten. Auckland ist eine der teuersten Städte im Südpazifik mit Hauspreisen und Mieten, die um eine Mehrfaches über dem landesweiten Durchschnitt liegen - und das Gleiche gilt auch für die Einkommen. In manchen Berufen ist eine Stelle aber eben nur und ausschließlich in Auckland zu bekommen - die Entscheidung für einen Wohnort ist damit zwangsläufig gefallen. Ansonsten macht es wenig Sinn, zwar dreimal soviel zu verdienen als in anderen Orten - aber andererseits viermal soviel auszugeben. Und wer wandert schon nach Neuseeland aus, nur um dann wieder in einer Großstadt zu wohnen, wenn er es sich berufsmäßig erlauben kann, in einer weitaus attraktiveren Gegend zu leben?

Die Familie
Immer wieder taucht die Frage nach dem Schulwesen in Neuseeland auf. Jedes Kind hat hier ein Recht auf Ausbildung und Grundschulen gibt es überall im Land. Jeden Morgen sieht man überall die Schulbusse auf den Straßen, welche die Kinder auch aus den abgelegensten Gegenden abholen und am Nachmittag wieder zurückbringen. Schwieriger wird es mit den weiterführenden Schulen, die in den größeren Orten sind. Unter Umständen muss man eine Privatschule in Betracht ziehen, das kostet Geld, andererseits ist die Ausbildung dort auch sehr gut und die meisten Schulen dieser Ort haben Wohnheime für die Schüler. Dass Studenten später in die Orte mit den Universitäten ziehen und dort bis zum Abschluss ihres Studiums entweder privat oder in Heimen wohnen, ist schon aus Europa bekannt und auch hier üblich.

Die Infrastruktur
In den größeren Städten ab 10.000 Einwohnern gibt es so gut wie alles. Geschäfte, Dienstleistungen, Ärzte und Krankenhäuser sind in den Städten mehr als ausreichend vorhanden. Einwanderer aus Deutschland müssen sich aber oft erst mit den längeren Anfahrten vertraut machen. Eine Strecke von einfach 100 Kilometern ist nicht ungewöhnlich. Wohnt man noch dazu sehr weit außerhalb, eventuell auf einer Farm mit eigener Zufahrt, dann muss man sich unter Umständen auf abenteuerliche und sehr oft wetterabhängige Umstände gefasst machen. Das Optimum ist ein Wohnort in der Nähe eines kleineren Ortes mit ca. 3.000 Einwohnern, in dem es meistens alles für den Notfall gibt - also einen Arzt, eine Apotheke, einen kleineren Supermarkt für den täglichen Bedarf, eine Tankstelle mit Werkstatt und den notwendigen Dienstleistungsbetrieben. Für den großen Einkauf fährt man dann in die nächste größere Stadt.

Die Lebensqualität
Sie sollte eigentlich am Anfang dieser Aufstellung stehen, aber bei den meisten Einwanderern geht es zunächst einmal nicht so sehr um Freizeit und Vergnügen, sondern darum, wo man Arbeit finden kann. Kommt jedoch jemand nach Neuseeland, um künftig als Privatier zu leben oder seinen Beruf von zu Hause aus auszuüben (IT, Schriftsteller, Künstler), dann sind der Wahl eines Wohnortes außer allgemeinen Überlegungen zur Infrastruktur keine Grenzen gesetzt.

Über 80% aller Neuseeländer wohnen in einem eigenen Haus, große Mietshäuser oder Wohnblöcke mit zahlreichen Wohnungen sind unbekannt.. In den großen Städten sind die Grundstücke für Häuser zwangsläufig sehr klein, je nach Gegend gibt es eine Mindestgröße, sie liegt oft bei nur 400 m2 - das reicht gerade für ein Haus mit Garage und die winzige Wiese mit der Wäschespinne. Hat man einen Beruf in einer Stadt und will keine weiten Wege auf sich nehmen, bleibt nichts anderes übrig, als sich damit abzufinden. Die nächste Möglichkeit wäre ein größeres Grundstück - aber das kostet viel Geld. In Auckland ist das derart teuer, dass es sich ein Normalverdiener nicht leisten kann. Nächster Schritt bei den Überlegungen zu etwas mehr persönlichem Freiraum ist dann ein Grundstück außerhalb der Stadt - aber in der Umgebung der großen Städte sind diese Grundstücke erstens auch noch sehr teuer und zweitens bereits so weit vom Stadtzentrum entfernt, dass sich zwangsläufig wieder eine lange Anfahrt ergibt.

Das Optimum ist ein Wohnort in einer landschaftlich attraktiven Lage und in einem kleineren Ort wie weiter oben schon beschrieben, eventuell sogar dort noch außerhalb wegen der Grundstückspreise. Der Tagesbedarf kann im Ort gedeckt werden, zur Arbeit muss dann eben gefahren werden und die größeren Einkäufe werden in der größeren Stadt erledigt. Das hört sich sehr einfach an, ist aber nur sehr schwer zu finden. Trotz allem - es gibt immer wieder Möglichkeiten, welche diese Ansprüche zufrieden stellen können. Als Einwanderer aus Deutschland muss man sich aber erst einmal damit zurechtfinden, täglich eine lange Strecke zum und vom Arbeitsplatz zurückzulegen - und abends ins Kino auch...
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Der Autor: Der Neuseeländer Peter Hohenberger ist freischaffender Schriftsteller und war lange Zeit in Neuseeland als Touroperator tätig. Er lebt mit seiner Frau Rossi in Raglan by the Sea. www.go.to/NZ

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